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Raus aus dem Provisorium

DRK Schloß Neuhaus bezieht künftiges DRK-Zentrum

Lange mussten sich die Ehrenamtlichen Helfer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Schloß Neuhaus mit einer echten Notlösung abfinden. Fahrzeuge, Einsatzmaterial und Umkleiden waren in einer zugigen und viel zu kleinen Halle am Frankfurter Weg in Paderborn untergebracht. In Paderborn-Elsen entsteht nun nach und nach ein eigenes DRK-Zentrum – mit viel Platz für Material, Ausbildung und Gemeinschaftsabende.

Rund 10 Jahre ist es her, dass das DRK seine alten Räumlichkeiten an der Kaiser-Heinrich-Straße in Schloß Neuhaus aufgab. Zwar waren damals fast alle Bereiche des Vereins gemeinsam untergebracht, doch war das DRK-Heim nicht mehr  zweckmäßig. Während die Stellplätze der Einsatzfahrzeuge aus allen Nähten platzten, beklagte sich der Sozialdienst des Vereins über fehlende Barrierefreiheit für die Seniorennachmittage. Schnell waren im Zentrum von Schloß Neuhaus an der Bielefelder Straße geeignete Räumlichkeiten für die Senioren- und Jugendgruppen gefunden. Und auch die Erste-Hilfe-Kurse fanden hier ein neues Zuhause. Für die Einsatzdienste jedoch wurde eine Notlösung geschaffen, die länger als geplant Bestand haben sollte. „Wir bezogen eine komplett leere und nicht isolierte Betonhalle am Frankfurter Weg in Paderborn. Umkleiden und eine Toilette wurden provisorisch von uns eingebaut, ebenso Lagerflächen für Sanitätsmaterial“, erinnert sich Dominic Arbeiter, Leiter der Einsatzdienste beim DRK Schloß Neuhaus. „Noch bis vor kurzem standen die Fahrzeuge dicht an dicht, ein Durchkommen war kaum möglich. Unsere Ehrenamtlichen mussten sich im Winter bei Minusgraden ohne Heizung umziehen.“

Diese Zustände haben nun ein Ende. Nach der langen Suche nach einer geeigneten Immobilie oder einem passenden Grundstück und zähen Finanzierungsverhandlungen ist der Weg nun frei für ein eigenes DRK-Zentrum. Es entsteht in Paderborn-Elsen, im Gewerbegebiet Fohling und liegt damit mitten im Einsatzbereich des Ortsvereins, zu dem neben Schloß Neuhaus und Elsen auch Sennelager und Sande zählen. „Wir übernehmen die Gebäude eines ehemaligen Getränkegroßhandels“, erklärt Dominic Arbeiter. „Die Vorteile gegenüber eines Neubaus liegen auf der Hand: Wir können direkt umziehen und die Immobilie nach und nach überwiegend in Eigenleistung an unsere Bedürfnisse anpassen.“ Fahrzeuge und Materialien für Katastrophenschutz und Sanitätsdienste sind bereits im neuen Heim untergebracht. In den kommenden Wochen entstehen dann Umkleiden, Sanitär- und Lagerräume. „Ein an die Halle angrenzendes Einfamilienhaus bauen wir für diese Zwecke komplett um. Endlich können wir auch wieder Platz für Ausbildung und Gemeinschaftsabende schaffen.“

Bis alle Umbauarbeiten abgeschlossen sind und das DRK-Zentrum offiziell eingeweiht werden kann, wird es jedoch noch einige Zeit dauern. „Finanzielle Mittel stehen uns nur sehr begrenzt zur Verfügung, da unsere Arbeit nicht aus öffentlicher Hand finanziert wird. Deshalb gehen wir die Schritte nach und nach an“, erklärt Dominic Arbeiter. „Ohne Spenden und viele Stunden Eigenleistung unserer Ehrenamtlichen wäre das DRK-Zentrum ohnehin nicht denkbar.“ Dennoch hat sich der Umzug für die Rotkreuzler schon jetzt gelohnt: „Wir haben nun endlich ausreichend Platz für unsere Fahrzeuge und eine Umkleide, in der es im Winter nicht mehr friert“, freut sich der Einsatzleiter. 

Bildunterschrift: Umzug aus dem Provisorium: Im Elsener Gewerbegebiet Fohling entsteht in den kommenden Jahren nach und nach ein DRK-Zentrum für die Stadtteile Schloß Neuhaus, Elsen, Sennelager und Sande.

Text & Bild: Christian Salmen/DRK Schloß Neuhaus

20. Dezember 2016 19:21 Uhr. Alter: 3 Jahre