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Einsatzübung Betreuungsdienst 12.10.2013

Großübung simuliert Evakuierung nach einem Bombenfund

An einer Großübung im Kreis Höxter mit etwa 150 alarmierten Einsatzkräften beteiligte sich am Samstag, 12.10.2013 auch das DRK Schloß Neuhaus.

Das Szenario: Bauarbeiter haben im kleinen Ort Natzungen das Wrack eines Flugzeugs aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Es sollen Bomben an Bord sein. Sofort wird Alarm gegeben: Die Bomben sollen geborgen und entschärft, Natzungen soll evakuiert werden. 2.000 Menschen müssen ihre Wohnungen räumen, bis zu 500 von ihnen haben jedoch keine Möglichkeit, den Ort selbständig zu verlassen, um etwa bei Verwandten oder Freunden unter zu kommen.

Um diese Personen zu evakuieren und ihnen eine vorübergehende Unterkunft zu geben, alarmierte der Kreis Höxter gegen 9:00 Uhr zunächst die Einsatzeinheit PB 05/HX 03, ein Einsatzzug aus DRK Teileinheiten der Ortsvereine Bad Lippspringe, Delbrück, Hövelhof, Paderborn und Schloß Neuhaus. Diese Einsatzeinheit wird für Einsätze im Kreis Höxter vorgehalten.

Einige Minuten später erfolgten dann weitere Alarmierungen der Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter und Malteser. Die DRK Einsatzeinheit PB 01 (Ortsvereine Delbrück und Salzkotten sowie Teileinheiten der Johanniter Einsatzeinheit PB 03 und der Malteser Einsatzeinheit PB 04 formierten sich zum Verband der „Betreuungsplatz-Bereitschaft 500 NRW“ unter der DRK-Führungsstaffel (Schloß Neuhaus und Paderborn).

Ziel der Übung war es, den reibungslosen Aufbau eines Betreuungsplatzes zu proben und dabei auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen unter realen Bedingungen zu überprüfen. Knapp 200 freiwillige Darsteller mimten dafür die zu evakuierenden Dorfbewohner und fanden sich nach und nach am Feuerwehrgerätehaus des Ortes ein.

Während die DRK Einsatzeinheit PB 05/HX 03 vor Ort zunächst eine erste Anlaufstelle für die Hilfesuchenden einrichtete, begab sich die „Betreuungsplatz-Bereitschaft 500 NRW“ zum Schulzentrum in Borgentreich um die Ankunft und die anschließende Betreuung der Personen vorzubereiten. Neben der Registrierung der Betroffenen galt es die Räume für den Aufenthalt herzurichten. Klassenräume wurden in Ruhe- und Schlafräume umgewandelt – hierbei kam u. a. auch das Material der DRK-Hilfszugabteilung aus Münster zum Einsatz. Auch die Versorgung mit Getränken und warmer Verpflegung musste sichergestellt werden. Im Anschluss an die über acht Stunden dauernde Übung zogen die Verantwortlichen des Kreises und der Hilfsorganisationen ein erstes positives Fazit. Auch wenn es in Zukunft einige Kleinigkeiten zu verbessern gibt, so funktionierten doch die wichtigsten Abläufe reibungslos und ohne Probleme.   Dies ist vor allem den ehrenamtlichen Helfern zuzuschreiben, die hoch motiviert, großes persönliches Engagement zeigten. Dabei sammelten sie wichtige praxisnahe Erfahrungen, die bei einem realen Einsatz unbezahlbar sind und den letztendlich wirklich Betroffenen im Ernstfall zugute kommen.  

18. Oktober 2013 16:10 Uhr. Alter: 8 Jahre