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Spannung,
Dramatik und vielleicht am Ende sogar ein neues Sommermärchen.
Das erhoffen sich die Organisatoren von der diesjährigen
Frauenfußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land.
Mit dabei sind auch 75 Ehrenamtliche des Deutschen Roten Kreuzes
aus dem Kreis Paderborn. Sie fahren jedoch nicht als Zuschauer
zu den Spielen, sondern als Helfer, um sowohl Fans im Stadion
als auch auf zahlreichen Fanfesten abzusichern.
„Im Rahmen der DRK-Einsatzeinheiten für Paderborn und Höxter
stellen sich unsere Helfer für je einen Patiententransportzug,
einen Betreuungs- und einen Behandlungsplatz der beiden Kreise für
5 Spiele der WM zur Verfügung“ erklärt Hubertus Schmidt,
stellv. Kreisrotkreuzleiter und zuständig für die Koordination
dieser Einsätze des DRK im Kreis Paderborn. Zusammen mit
Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen aus beiden Kreisen
werden die Paderborner Ehrenamtlichen in Bochum und Leverkusen tätig.
„Sie bilden dabei eine Rückfallebene für größere
Vorkommnisse. Passiert das, was niemand hofft, steht die
jeweilige Einheit unmittelbar zur Verfügung und kann direkt
eingesetzt werden“, so Schmidt.
Die Einsatzformationen gehören zum Katastrophenschutz-Konzept
des Landes Nordrhein-Westfalen und wurden ursprünglich zur Fußballweltmeisterschaft
der Herren im Jahr 2006 entwickelt. Im Ernstfall ist
beispielsweise der Behandlungsplatz dafür ausgelegt, bis zu 50
Verletzte pro Stunde in einer selbst errichteten Zeltstadt zu
behandeln. Eingebunden sind allein für diese Formation
insgesamt rund 140 Einsatzkräfte aus verschiedenen
Hilfsorganisationen und der Feuerwehr mit zahlreichen
Fahrzeugen. „Wenn sich ein solcher Verband in Bewegung setzt
ist das schon ganz schön beeindruckend“, weiß Hubertus
Schmidt.
Neben den Komponenten für je einen Betreuungs- und
Behandlungsplatz unterstützt das Rote Kreuz aus dem Kreis
Paderborn außerdem die Patiententransportzüge Paderborn und Höxter.
„Diese bestehen unter anderem aus jeweils fünf Rettungs- und
drei Krankentransportwagen und dienen im Ernstfall als schnelle
bewegliche Einheit um bereits versorgte Patienten in Krankenhäuser
zu transportieren“, so Schmidt.
Doch trotz ihres Einsatzes werden die Helfer wohl wenig vom Fußballgeschehen
mitbekommen. „Der jeweils komplette Verband wird auf einem
Parkplatz in der Nähe des Stadions in Bereitstellung gehen und
dort von der lokalen Feuerwehr oder dem THW mit Essen und Getränken
versorgt. Immerhin müssen wir von zwei Stunden vor, bis zwei
Stunden nach dem Spiel vor Ort sein“, so Schmidt.
Dass sie dabei so wenig von der WM mitbekommen stört die Helfer
jedoch weniger. „Wir sind trotzdem hoch motiviert. Auch wenn
wir wahrscheinlich nicht einmal das Stadion zu Gesicht bekommen,
sind wir dennoch Teil des Ganzen und fahren deshalb gerne nach
Bochum und Leverkusen“, sagt Fridolin Lossin, Helfer der DRK
Einsatzgruppe Bad Lippspringe, „hier zählt einzig der
olympische Gedanke.“
Der
DRK Ortsverein Schloß Neuhaus unterstützt bei drei Spielen in
Bochum den Betreuungsplatz 500 und den Patiententransportzug 10
des Kreises Höxter sowie den Behandlungsplatz 50 und den
Patiententransportzug 10 des Kreises Paderborn.
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